Warum ist der Einsatz von CO2-Ampeln und Thermometern in Schulen sinnvoll?

Das Robert-Koch-Institut hat im Oktober 2020 in seinem Bericht „SARS-CoV-2-Testkriterien für Schulen während der COVID-19-Pandemie“ eine klare Aussage formuliert:

„Hauptübertragungsweg ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel (Tröpfchen und Aerosole), im unmittelbaren Umfeld der infektiösen Person (innerhalb 1,5-2 Meter; erhöhtes Risiko bei längerer Exposition (ab ca. 15 Minuten); „Nahfeld“) oder jenseits des Nahfeldes über sich (unter ungünstigen Bedingungen) aufsättigende infektiöse Aerosole („Fernfeld“). Das Risiko einer Übertragung über das Fernfeld erhöht sich bei besonders starker Partikelemission (Singen oder Schreien), besonders langem Aufenthalt der infektiösen Person(en) in einem gegebenen Raum und unzureichender Lüftung/Frischluftzufuhr.“

In seinem am gleichen Tage veröffentlichten Leitfaden „Präventionsmaßnahmen in Schulen während der COVID-19-Pandemie“ wird deshalb auch das „regelmäßige und korrekte Lüften (AHA+A+L) von Fluren und Räumen, um die Anreicherung und Verteilung potentiell infektiöser Aerosole zu vermeiden“ als konkrete Maßnahme empfohlen.

Das Infektionsrisiko steigt also unzweifelhaft in geschlossenen Räumen, wenn diese unzureichend belüftet werden. Anwesende Personen geben in diesen Räumen durch die Atmung ständig CO2 und Aerosole ab. Direkt messbar sind diese Aerosole und möglicherweise enthaltene Viren nicht. Allerdings kann durch die Messung der CO2-Menge im Raum gut auf die Aerosolkonzentration geschlossen werden. Somit kann hieraus auch das Infektionsrisiko abgeleitet werden. Dahingehend richtet sich auch die pauschale Lüftungsregelung im Intervall „20-5-20 (min)“. Diese ist ohne weitere Hilfsmittel sicherlich ein guter Anhaltswert, gleichzeitig aber auch ungenau und aus Klimaschutzgründen nicht optimal. Dies vor allem deshalb, da der Luftaustausch beim Öffen von Fenstern lediglich über  die Konvektion, also den Wärmeaustausch der Luft erfolgt. Im Ergebnis bedeutet das im Winter ein starkes Auskühlen der Klassenräume. „Bedarfslüften“ nach Vorgabe einer exakten Messung ist eindeutig sicherer und auch bezüglich der Heizenergie umweltschonender. Durch Anschaffung von CO2 Meßgeräten lässt sich eine bedarfsgerechte, klimafreundlichere Lüftungsstrategie für jeden Raum finden. Statt Meßgeräten mit digitaler Anzeige sind optische Geräte, sogenannte CO2-Ampeln, aufgrund ihrer Signalwirkung deutlich im Vorteil. Ergänzend sollen auch Raumthermometer angeschafft werden, mit denen ein zu starkes Unterkühlen der Räume beim Lüften verhindert werden kann.

Externer Link zum Robert-Koch-Institut (Stand: 12. Oktober 2020): –> Testkriterien für Schulen (pdf-Datei, 225kB, öffnet in neuem Tab)
Externer Link zum Robert-Koch-Institut (Stand: 12. Oktober 2020): –> Präventionsmaßnahmen in Schulen (pdf-Datei, 293kB, öffnet in neuem Tab)
Externer Link zum Umweltbundesamt (Stand: 12. August 2020): -> Stellungnahme Lüften (pdf-Datei, 149kB, öffnet in neuem Tab)

Beispiele für CO2-Meßgeräte und Ampeln:

 

Projektvorhaben:

Der Förderverein möchte die Rahmenbedingungen und die Sicherheit des Präsenzunterrichts an der Suthi auf Basis des aktuellen Sachstands verbessern und unterstützt daher die Beschaffung von 15 Multifunktionsthermometern zum Stückpreis von 40 EUR, mit denen im Rahmen der Corona-bedingten Raumlüftungen die Raumtemperatur gemessen werden kann. Vorteil der Geräte ist, dass diese darüber hinaus auch ganzjährig im Sachunterricht für Temperaturnmessungen von Oberflächen und Flüssigkeiten eingesetzt werden können.
Darüber hinaus sollen noch im 4. Quartal 2020 zwei bis drei CO2-Meßgeräte bzw. CO2-Ampeln beschafft werden, um den Einsatz und den Nutzen im Rahmen der aktuellen Corona-Lüftungsempfehlungen zu testen. Bei einem erfolgreichen Testergebnis soll im 1. Quartal 2021 in jedem Klassenraum dauerhaft eine CO2 Ampel eingesetzt werden. Dies auch aus Gründen der Verbesserung der Luftqualität unabhängig des aktuellen Infektionsrisikos durch Corona. Aus Kostengründen soll auch eine Do-It-Yourself-Lösung betrachtet werden.

Projektzeitraum: 4. Quartal 2020
Projektbudget: 600 EUR für die Thermometer, 400 EUR für CO2-Geräte (2-3 Testgeräte)
Projektstatus: in Arbeit
zweckgebundene Spende möglich: Ja (aktuell: 0 EUR)
aktive Mitarbeit möglich: Ja, nach Absprache (Do-it-yourself Bausatz CO2-Ampel)

Projektzeitraum: 1. Quartal 2021 (bei erfolgreichem Test im 4. Quartal 2020)
Projektbudget: ca. 1.500 – 2.000 EUR für weitere CO2-Ampeln
Projektstatus: geplant
zweckgebundene Spende möglich: Ja (aktuell: 0 EUR)
aktive Mitarbeit möglich: Ja, nach Absprache (Do-it-yourself Bausatz CO2-Ampel, Installation im Klassenraum)

Spendenkonto:
Förderverein GS Suthwiesenstraße
IBAN: DE50 2519 0001 0321 0200 00
Betreff: CO2-Ampel